Der Nutzen von Blaubeere in der Medizin

 

Die eher unscheinbaren Blaubeeren wachsen an immergrünen Sträuchern mit kleinen eiförmigen Blättern. Die Blaubeere wird regional auch als Moosbeere, Heidelbeere, Waldbeere oder Blaubeere bezeichnet. Im September reifen die roten, birnenförmigen und bis zu einem Zentimeter großen Früchte. Bereits die Wikinger haben vor etwa 3.000 Jahren Blaubeeren als Nahrungsmittel genutzt. Die Heilkräfte der Früchte werden besonders in Russland seit Jahrhunderten geschätzt. Von Vorteil ist, dass die Früchte reich an Säure sind und die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe auch bei längerer Lagerung nicht verloren gehen.

Die Inhaltsstoffe der Blaubeeren

Blaubeeren sind reich an Antioxidantien und können damit einen wertvollen Beitrag zur allgemeinen Zellgesundheit leisten. Der hohe Gehalt an Vitaminen ist ebenfalls hervorzuheben. Besonders Vitamin C, Vitamin E und Vitamine der B-Gruppe sind reichlich enthalten.Weiterhin sind Blaubeeren reich an Eisen, Jod, Kalium, Natrium oder Phosphor. Wer Moosbeeren kaufen möchte, um seine Vitaminversorgung zu verbessern, profitiert auch vom Gehalt am Vitamin K1, welches in Lebensmitteln eher selten vorkommt.

Daneben besitzen auch die Zitronensäure und die Chinasäure in Verbindung mit den enthaltenen Gerbstoffen und Flavonoiden Einfluss auf den gesundheitlichen Nutzen der Moosbeere.

Der vielfältige Nutzen der Moosbeere

Der Saft der Moosbeere ist besonders Frauen zu empfehlen und in vielen natürlichen Präparaten zur Linderung von Menstruationsbeschwerden oder Entzündungen der Harnblase enthalten. Die antibakteriellen und antimykotischen Eigenschaften der Powerfrucht kann man sich auch vorbeugend zu Nutze machen. So lässt sich das Risiko von Sklerose oder Angina Pectoris senken und der Cholesterinspiegel kann positiv beeinflusst werden.

Die Anwendung der Moosbeere in der Naturmedizin

Moosbeerensaft wird seit Jahrhunderten als Heilmittel gegen Husten geschätzt. Früher wurde Skorbut damit bekämpft und der Saft diente zur Wundversorgung. Überliefert ist die Anwendung bei Kopfschmerzen oder Verdauungsbeschwerden. Während einer Erkältung kann der Saft der Moosbeere die Symptome lindern und die Erkrankung schneller abklingen lassen. Moosbeerensaft stillt den Durst und senkt das Fieber. Zusätzlich werden Giftstoffe aus dem Körper geschwemmt. In Verbindung mit Honig ist ein bewährtes Hustenmittel gefunden. Moosbeerensaft sorgt dafür, dass sich der Schleim löst und besser abgehustet werden kann.

Gegen Bluthochdruck wird die Einnahme ebenfalls empfohlen. Moosbeerensaft wirkt blutdrucksenkend und führt durch seinen hohen Anteil an Kalium zu einer Stärkung der Blutgefäße. Wer zu Harnwegsinfektionen und Blasenentzündungen neigt, sollte Moosbeerensaft vorbeugend zu sich nehmen. Die Inhaltsstoffe der Früchte können bewirken, dass Bakterien ausgespült werden und sich nicht an den Innenwänden der Harnwege anlagern.

Äußerlich wird Moosbeerensaft in Form von Umschlägen bei Ekzemen, Juckreiz oder Ausschlägen angewendet.

Die Darreichungsformen von Moosbeerensaft

Moosbeeren sind in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Die frischen Früchte und der hochkonzentrierte Muttersaft bringen dem Anwender den bestmöglichen Nutzen. Auch Tees, Sirup oder Saucen sind im Handel. Getrocknete Moosbeeren sind für die Anwendung als Gesundheitsprodukt weniger ratsam. Den stark säurehaltigen Früchten wird zur Geschmacksverbesserung eine große Menge an Zucker zugesetzt.

Moosbeeren schmecken säuerlich-herb und sind im Rohzustand eher gewöhnungsbedürftig. Eine Geschmacksverbesserung kann erzielt werden, wenn die Früchte vorab in die Tiefkühltruhe gegeben werden. Frisch Moosbeeren sind etwa zwei Monate haltbar.

Um die Heilwirkung der Moosbeere zu nutzen, sollten täglich bis zu 700 Milliliter Moosbeerensaft getrunken werden. Die Menge kann auf mehrere Portionen aufgeteilt werden und lässt sich über den Tag verteilt trinken.

(Foto: Comfreak by CC0)