Vor einer Woche war ich bei der Fashion Week.Des öfteren habe ich gehört „Wenn du auf Messen warst, dann muss du das Zeitnah bringen!“ Hmm muss ich das. Ich bin neu in diesem Metier und so wie bei vielem, braucht es seine Zeit das gesehenen, das gelebte zu verarbeiten. Ich habe auf der Fashion Week vieles gesehen. Vieles das mich begeistert hat, einiges was mich Kopfschütteln lässt. Heute möchte ich euch von dem erzählen was mich begeistert hat, die mich zu Nachdenken angeregt haben. Ich bin ehrlich, ich hatte Angst fehl am Platz zu sein. Hin zu fahren und fest zu stellen, dass dies doch nicht meins ist. Aber was soll ich sagen. Es war als ob ich seit Jahren dabei bin. Ich hatte interessante Gespräche über nachhaltige Mode, über interessante Produktionen, über erstaunliche Herstellungsmethoden. Im Großen und Ganzen kommt heute, ein Rundumblick von der Fashion. In den nächsten Wochen, werde ich euch Firmen und Produkte vorstellen, die mich begeistert haben.
Also alles auf Anfang. Mein erster Stopp war der Green Showroom und die Ethical Fashion Show. Als ich durch die Tür des alten Postbahnhofs vorsichtig gegangen bin, mich artig am Eingang angestellt, meine Karte vorgezeigt hatte, musste ich den ersten Eindruck erst mal sacken lassen. Wo fange ich an, was mach ich zuerst? Wie soll ich die Designer von mir überzeugen? Ich war total aufgedreht. Also ruhig atmen, mein Mantel abgegeben, Kamera raus geholt und Start klar. Als ich mein Mantel an der Garderobe abgegeben hatte, konnte ich mir ein Überblick schaffen über den Raum. Und meinen ersten Gedanken war „Man ist das klein, viele scheinen noch nicht angekommen zu sein, bei der nachhaltigen Mode“
Ich ging die Treppe runter und machte meinen ersten Rundgang. Erstmal nur schauen, dann aussondern was einem gefällt und dann Attacke, wie es so schön heißt. Das war mein Plan. War ja schließlich ein kleiner Raum, der überschaubar ist. Tja was soll ich sagen. Ich hatte mich total geirrt. Den dieser kleine Raum war nur der Anfang.
Mein erster Halt Greenbelts. Warum ich hier angehalten hatte, kann ich nicht mal mehr genau sagen, weil eigentlich wollte ich nur erstmal schauen, aber diese Taschen und Gürtel hatten meine ganze Aufmerksamkeit. Den bei Rolf Ihmels Inhaber von Greenbelts dreht sich alles um das Leder. Zur Philosophie der Firma, die in Niedersachsen ihren sitzt hat, gehört unter anderem das die Manufaktur nur ehrliche Ledergürtel und Taschen herstellt, die einem lange Freude bereiten und den man seine guten
Gedanken in der Welt tragen kann. Herr Ihmels nahm sich viel Zeit für mich, beantwortete all meine Fragen, auch wenn sie noch so idiotisch waren (sorry mein erstes Gespräch und es war so toll) Bei Rolf Ihmels spürt man das er hinter seinem Produkt stand. Ich muss sagen als Außenstehender bekommst du schnell ein Gespür dafür, wer hinter dem steht was er präsentiert oder für wen das eher Pflicht ist.
Mein nächster Stopp war brainshirt. Ich bin ein kleiner Fan geworden, auch wenn sie nur für den Mann produzieren. Aber was sie da auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen. Ich danke Pierre Hebeler für seine Begeisterung die einen sofort angesteckt hat, für sein Wissen und für die Überzeugung die hinter dem Produkt steht. Ich hatte auch
das Glück ein kurzes Gespräch zwischen Tür und Angel, wie man so schön sagt, mit Matthias Hebeler, dem Inhaber von brainshirt. Seine Visionen von nachhaltiger Mode haben nicht nur mich überzeugt. Ich denke und ich weiß, wie werden noch viel von brainshirt lesen, hören und fühlen.
Bei der ersten Messe für nachhaltige Mode vor drei Jahren war knapp 30 Designer und Hersteller vor Ort. Zur Fashion Week 2017 waren es ca. 170 und es werden stetig mehr. Aber nicht nur viel Mode konnte ich sehen und berühren, sondern sahen neben Hemden, Hosen, Jacken und Schuhe viele Accessoire.
Wie Handyhüllen oder Fliegen aus Holz von EXALLO aus Griechenland. Die Philosophie der beiden Brüder Leonidas und Charalampos Souras: Wir nehmen ein „totes“ Material und verwandeln es in ein nützliches
Objekt und Ehren damit die inhärente Einzigartigkeit und Schönheit der Substanz und des Trägers gleichermaßen. Und ich muss sagen, sie machen aus Holz wahre Kunstschätze.
Als Brillenträger hat mich das Konzepte von Eco-sunglasses begeistert. Ich hoffe nur das sie irgendwann nicht nur stylische Sonnenbrillen herstellen. Die Marke wurde im Jahr 2013 geschaffen, um ein umweltfreundliches Produkt für
Menschen, die nicht nur über den Stil, sondern auch über die Auswirkungen auf die Umwelt und die Bedeutung der sozialen Verantwortung. Neben der Sonnenbrille, hat mich auch die Flexiebrille sehr geflasht. Für Kinder, denke ich besonders empfehlenswert.
Ich wäre keine Frau, wenn ich mich nicht auch auf der Suche nach Schuhen gemacht hätte und ich habe sie gefunden. Das Design beeindruckend, die Farben aussagekräftig und die Philosophie hinter der Marke Alinaschuerfeld „Kreiert in Hamburg, gefertigt in etablierten italienischen und deutschen Manufakturen. Keine langen Wege. Hochwertige Materialien. Umweltfreundliche Qualität. Wertvoll – voller Werte. Wichtig für uns! Ob salonesque, ob cocoesque. Für Gentlewomen, Freigeister, Dandies. Spielt mit Farben und Details. Elegant, aber provokant. Aus Nappa-, Nubuk- und Lachsleder oder auch wild. Mal hochgeschlossen, mal ganz offenherzig. Immer weich, aber nie nur glatt. Verantwortung – natürlich: gegenüber den Partnern, der Produktion, dem Leben. Sonst ist es ja nicht tragbar.“ trifft es genau auf dem Punkt. Mädels die Schuhe sind ein Traum!
Als letztes für heute möchte euch noch deepmello vorstellen. Eine Kollektion die nicht nur exklusiv und zeitlos ist, sondern denen auch die Langlebigkeit ihrer Produkte sehr am Herzen liegen. Neben Mode gibt es seit Oktober 2016 auch eine eigene Kosmetiklinie. Genauso wie die Mode wird auch die Kosmetiklinie nur aus dem besten der Rhabarber hergestellt. Ein Besuch alle Male wert 🙂
So meine lieben das war mein erster Auszug von der Fashion Week 2017. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und seitdem einen oder anderem Link gefolgt.
Wie immer freue ich mich über euren Feedbacks, Likes aber auch Kritiken.
Eure Ana







